Zusatzangebote

- Reisen mit Teilnehmern und deren Angehörigen 
   nach England

Die für Juli 2008 geplante Reise wurde durchgeführt und war ein großer Erfolg.
Für den Sommer 2010 ist die nächste Reise auf die "Insel" vorgesehen.

Hier ist der Artikel, der Anfang August im Giessener Anzeiger erschienen ist, geschrieben von einem Teilnehmer:

Excellente englische Küche und gute Reiseplanung begeistern

Absolventen des Sprachkurses von Kathryn Carr erkunden Großbritannien-Kulturdenkmäler auf dem Programm - Großes Picknick zu Ehren Wellingtons

"England here we come!" hieß es wieder einmal für 30 Teilnehmer aus Kathryn Carrs Englischkursen, die sie seit zehn Jahren in Lich und Burkhardsfelden hält und die nun schon die dritte Reise nach England organisierte. Es ist schon Tradition geworden, dass es alle zwei Jahre "auf nach England" heißt. Dieses Mal führte die Reise in einem modernen Reisebus über Calais und Dover nach Canterbury, in die berühmte Bischofsstadt und dann weiter nach Mittelengland.


Thomas Beckett, der Erzbischof von Canterbury, wurde im Jahre 1170 währden einer Messe in der Kathedrale ermordet, seither ist Canterbury ein Wallfahrtsort.
Die Fahrt ging weiter nach Mittelengland über die weltberühmte Universitätsstadt Cambridge nach Peterborough. In der Nähe von Peterborough konnten die Teilnehmer das sogenannte "Battle Proms" erleben. Im weitläufigen Gelände des Herrenhauses Burghley House findet jedes Jahr ein Open-Air Fest statt, zur Feier des Sieges von General Wellington über Napoleon vor knapp 200 Jahren.


      Die Reisegruppe erlebte ein Fest im Freien, wie man es in Deutschland nicht erleben kann. Die rund 10 000 Besucher genossen klassische Musik, Kavallerievorführungen, die Flugkünste einer Spitfire, ein grandioses Feuerwerk und nicht zuletzt den eindrucksvollen Gesang von Hymnen und das Fahnenschwenken der Besucher. Diese Atmosphäre von Patriotismus und Vaterlandsliebe zu erleben war fremd und anrührend zugleich, zumal alle Besucher ein mehr oder weniger bombastisches Picknick veranstalteten, unter anderem mit Sekt und vielen edlen Genüssen, die auf mitgebrachten Tischen mit Linnen und Bleikristall serviert wurden. All das passierte vor der grandiosen Kulisse von Burghley House.


     Weiter ging die Reise in die Grafschaft Derbyshire, wo Kathryn Carr geboren und aufgewachsen ist. Es wurde ein weiteres Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert, Chatsworth House, besucht. Ein Freund von Kathryn Carr, ein pensionierter Lehrer aus Sheffield, führte zwei mehrstündige Wanderungen durch die weitläufigen Ländereien von Chatsworth House und das Hochmoorland von Derbyshire, einer Landschaft von einer rauhen Schönheit, wie man sie in England nicht vermuten würde.


    Man konnte über den lebhaften Wochenmarkt des Städtchens Bakewell (Badequelle) bummeln, ein Viehauktion verfolgen und das typische Leben der Menschen in einer Kleinstadt auf sich wirken lassen. Natürlich musste die berühmte Torte "Bakewell Tart" gekostete weren, ein sehr süsses Gebäck mit Fruchtfüllung, Mandeln und Gelee.


    Im heute idyllischen Örtchen Eyam erinnern viele Hinweistafeln an die Pest, die im 17. Jahrhundert zwei Drittel der Bevölkerung auslöschte. Nicht nur hier begeisterten die alten, typischen Steinhäuser mit liebevoll gepflegen Gärten und hinreissenden Blumen. Eine besondere Form des Blumenschmucks ist in dieser Region zu Hause: die Well Dressings (Brunnen-Dekoration). Nach altem Brauch werden in Gemeinschaftsarbeit von den Dorfbewohnern auf einem Ton-Sand-Gemisch in Holzrahmen nur aus Blütenblättern phantasievolle Bilder verschiedenster Motive gesteckt, die den ganzen Sommer lang halten und auf dem Dorfplatz ausgestellt sind.
    In Castleton, im Herzen von Derbyshire, besichtigte die Gruppe die "Treak Cliff Cavern", ein Höhlensystem mit Stalaktiten und Stalagmiten, und dem dort weltweit einmalig vorkommenden Halbedelstein "Blue John", der seit dem 18. Jahrhundert dort abgebaut wird. Der alte Minentunnel ist geradezu übersättigt mit dem wertvollen Gestein, das an einen Mix aus Amethyst und Tigerauge erinnert und vorwiegend zu Schmuck verarbeitet wir.


Das letzte Ziel der Fahrt war die historische Stadt York mit ihren mittelalterlichen Gassen und Fachwerkhäusern und der überragenden gotischen Kathedrale. Überall stand den Teilnehmern Zeit zur Verfügung, um Kontakt zu den Einheimischen aufzunehmen, sei es im Pub, beim Einkaufen oder sogar auf der Straße. Die englische Bevölkerung wurde als äußerst aufgeschlossen, freundlich und liebenswert erlebt, immer bereit für einen Spaß.
    Zu England gehören natürlich "fish and chips". Diesen kulinarischen Genuss konnte die Gruppe in Scarborough erleben, einem typisch englischen Seebad an der Nordseeküste.
    Den Abschluss der Reise bildete die Überfahrt von Hull nach Rotterdam mit dem größten Fährschiff der Welt, der "Pride of Hull", ein Erlebnis, an das sich jeder Teilnehmer gern erinnert. Alles in allem war die Reise ein voller Erfolg, angefangen bei dem guten Wetter, über die nette Atmosphäre unter den Teilnehmern und der Entstehung von Freundschaften, dem Singen von englischen Liedern während der Busfahrt mit Gitarrenbegleitung durch Kathryn Carr bis hin zu der excellenten englischen Küche und der hervorragenden Reiseplanung und Leitung. Auf der Heimfahrt von Rotterdam machte man schon Pläne für die nächste Englandreise.